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Grundfähigkeitsversicherung

Oftmals können Menschen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund ihres Gesundheitszustandes bekommen, trotzdem eine Grundfähigkeitsversicherung abschließen. Somit sind auch sie für den Ernstfall abgesichert. Hinzu kommt, dass die Frage, ob ein Versicherungsfall vorliegt oder nicht, sehr klar zu beantworten ist – lange Begutachtungen sind somit überflüssig. Darüber hinaus ist die Grundfähigkeitsversicherung im Regelfall auch deutlich günstiger als die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Treppen steigen, sich kniend die Schnürsenkel zubinden, Auto fahren – wenn durch eine Krankheit oder einen Unfall solch alltägliche Tätigkeiten plötzlich nicht mehr möglich sind, hat das oft auch finanzielle Folgen. Dann springt die Grundfähigkeitsversicherung ein. Sie deckt bestimmte elementare Fähigkeiten wie den Gebrauch der Hände, das Sehen oder Sprechen ab. Verliert der Versicherte eine oder mehrere solcher Fähigkeiten für mindestens sechs oder zwölf Monate, zahlt die Grundfähigkeitsversicherung die vereinbarte Rente.

Anders als bei der Unfallversicherung oder der Dread-Disease Versicherung ist die Ursache für den Versicherungsfall bei dieser Art von Policen genauso wenig relevant wie die Frage, ob der Versicherte weiter arbeiten kann. Es kommt nur auf die Auswirkungen an.

 

Wann eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt

Welche Fähigkeiten im Versicherungsschutz eingeschlossen sind, ist in den Vertragsbedingungen genau definiert. Viele Versicherer unterteilen die Fähigkeiten in zwei Gruppen. Unter den sogenannten Fähigkeitskatalog A fallen meist Sehen, Sprechen und der Einsatz der Hände. Verliert der Versicherte eine dieser Fähigkeiten, bekommt er die vereinbarte Rente.

Alternativ zahlt die Versicherung, wenn drei Fähigkeiten aus dem Katalog B wegfallen. Dazu gehören in der Regel Hören, Gehen, Treppen steigen, Sitzen, Knien oder Bücken, Stehen, Arme bewegen, Heben und Tragen oder Auto fahren. Wer also nicht mehr laufen oder stehen, dafür aber noch sitzen kann, bekommt bei solchen Policen kein Geld.

Einige Versicherer haben zusätzlich geistige Fähigkeiten wie Gedächtnis oder Konzentration in ihre Leistungsdefinition aufgenommen. Allerdings muss der Versicherte zu den schlechtesten 10 Prozent der Durchschnittsbevölkerung in diesem Bereich gehören oder unter gerichtlich bestellter Betreuung stehen, damit er Geld bekommt.

Wer pflegebedürftig wird, bekommt in der Regel ebenfalls eine Rente. Ab welcher Pflegestufe die Versicherung zahlt, variiert jedoch.

Mittlerweile gibt es auch Anbieter, die die Leistungsgründe nicht in verschiedene Gruppen unterteilen und bei denen bereits der Verlust einer Fähigkeit ausreicht, um einen Rente zu bekommen – egal, ob es sich dabei um Sehen oder Treppensteigen handelt. Sie sollten solche Tarife bevorzugen, denn lebenspraktisch gesprochen haben Sie dann auch eine realistische Chance, dass die Versicherung zahlt, wenn Sie sie brauchen.

 

Für wen die Police sinnvoll ist

Die Grundfähigkeitsversicherung ist nicht die erste Wahl, um die eigene Arbeitskraft abzusichern. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet umfangreicheren Schutz, denn sie versichert alle gesundheitlichen Ursachen für den Wegfall der Arbeitsfähigkeit – auch psychische Erkrankungen. Diese sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit und von der Grundfähigkeitsversicherung nicht abgedeckt – solange sie nicht zum Verlust der versicherten Grundfähigkeiten führen.

 

Wer gesundheitlich eingeschränkt ist, kann mit einer Risikoanfrage klären, ob und zu welchen Konditionen er eine Berufsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung bekommen würde.

Die Grundfähigkeitsversicherung sichert weniger ab, kostet dafür aber auch weniger: Die Prämien sind deutlich erschwinglicher als bei einer BU – insbesondere für Menschen mit „Risikoberufen“, zum Beispiel Handwerker. Wer sich also weder eine Berufsunfähigkeitsversicherung noch deren beste Alternative, die Erwerbsunfähigkeitsversicherung leisten kann, bekommt immerhin ein Mindestmaß an Schutz. Dieser eignet sich vor allem für Menschen, die körperlich arbeiten und dafür auf viele Grundfähigkeiten angewiesen sind.

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